never again! in Freiburg

Die Veranstaltungen werden ausgerichtet von:

Radio Dreyeckland
Referat für Hochschulpolitik
Referat gegen Antisemitismus
Infoladen Freiburg

Café Libros mit Input: Tyrannei der Bürokratie
13.01.2019 | 15 Uhr | KTS Freiburg [Baslerstr. 103]

Weil nicht jeder Montags oder Mittwochs von 18-20 Uhr Zeit hat in den Infoladen zu kommen und manche Bücher einfach mehr Zeit brauchen, lädt heute der Infoladen bis zum Abend, zum diskutieren, lesen, spielen, basteln und lernen ein. Diesmal mit Input zu: Tyrannei der Bürokratie!
Es gibt lecker Espresso und bestimmt auch leckeren Kuchen. Dieses mal garantiert: Ein Input zur Tyrannei der Bürokratie und Bürokratie de Tyrannei. Einige Gedanken zum Zusammenhang Bürokratie, Fließband, Autorität und Faschismus.
Potential für Livemusik und/oder Miniworkshops gibt es immer. Von uns im Angebot: Führungen durch den Infoladen, Verschlüsselung für Email und Instant Messenger und was uns noch so einfällt. Wenn ihr selber was auf dem Herzen habt, kommt damit vorbei!
Wir freuen uns auf euch!

Eike Geisel: Die Wiedergutwerdung der Deutschen – Essays & Polemiken
16.01.2019 | 20 Uhr | in HS 1009
Referent: Klaus Bittermann

»Some of my best friends are German«, machte sich Eike Geisel gerne über das antisemitische Stereotyp lustig, demzufolge einige Juden zuden besten Freunden zählen. Eike Geisel war aber nicht nur ein unnachgiebiger Kritiker des deutsch-jüdischen Verbrüderungskitsches und der Entsorgung deutscher Vergangenheit, sondern machte als Historiker mit seinen Arbeiten u.a. über den jüdischen Kulturbund und das Berliner Scheunenviertel auf sich aufmerksam.Dieser Band versammelt Geisels große essayistische Arbeiten wie über den Antisemitismus des »anderen Deutschland« und den Mythos vom Widerstand des 20. Juli. Klaus Bittermann referiert Eike Geiselswichtigste Thesen und ihren Entstehungszusammenhang.
Eike Geisel (1945-1997) war Soziologe, Buchautor, Journalist,Übersetzer, Kurator, Filmemacher und Historiker. Seine scharfen Essays und Polemiken lösten teilweise große Kontroversen aus. Er starb am 6.August 1997.
Klaus Bittermann ist Verleger der Edition Tiamat, in der die politischen Essays von Eike Geisel erschienen sind. Er ist außerdem Buchautor, Journalist und schreibt für die Tageszeitung und den Tagesspiegel.

„Ist der Ruf erst ruiniert…“ – Die Deutsche Burschenschaft in der völkisch-autoritären Sammlungsbewegung
17.01.2019 | 20 Uhr | KTS Freiburg [Baselerstr. 103]
Referentin: Sonja Brasch

Noch vor gut zehn Jahren drohte für die „Deutsche Burschenschaft“, dass sie in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwindet. Mit dem Einzug der AfD in die Parlamente jedoch ergaben sich für die elitären und nationalistischen Studenten neue Karriereoptionen. Ein Blick auf die Entwicklung des aktuellen Rechtstrends zeigt: die Burschenschaftler haben dabei an wichtigen Stellen mitgewirkt.
Sonja Brasch zeigt auf, warum die Verbinder strukturell und historisch für die rechte Sammlungsbewegung relevant sind und an welchen Stellen sie zu finden sind.

Lesekreis Theorie und Praxis
21.01.2019 | 18 Uhr | KTS Freiburg [Baselerstr. 103]

Letzten Herbst entstand die Idee ein Lesekreis zu starten, um den Theoretischen Unterbau für alltägliche Politik und Autonomie zu stärken. Nach einer längeren Testphase im Rahmen des Infoladens wollen wir nun alle Einladen die Lust dazu haben mit uns Texte zu Lesen!
Der LKA funktioniert folgendermaßen: Text und Diskussionstermin werden im voraus im Koraktor angekündigt, wir wollen uns einmal im Monat am Montag im Infoladen Treffen. Bei interesse lest ihr den Text im voraus, kommt vorbei und dann diskutieren wir über den Text.
Am 21. Januar geht es, im Rahmen der Aktionstage -Never Again! Gegen Faschismus und autoritäre Tendenzen- um -Erziehung nach Ausschwitz- von Theodor W. Adorno (ca. 10 Seiten). Den Text bekommt ihr hier: https://www.staff.uni-giessen.de/~g31130/PDF/polphil/ErziehungAuschwitzOffBrief.pdf
Diesen Herbst und Winter geht es inhaltlich um die Mittel praktischer Politik vor dem Hintergrund anarchistischer Theorie. Also um Form und Ziel direkter Aktion, natürlich wird es dabei auch um das Thema Gewalt gehen. Damit es aber nicht nur darum geht was ältere Texte wissen, lesen wir zwischen drin immer aktuelle Texte zu momentan stattfinden Diskussionen in der radikalen Linken.
Eine kleine Vorschau der noch kommenden Texte: 5. Anarchismus und Gewalt (Errico Malatesta) Danach folgt die nächste Texserie die wir uns am 21. Januar gemeinsam überlegen werden
P.S: Alle Texte die wir lesen sind frei Verfügbar, wir versuchen trotzdem ein paar Exemplare zum mitnehmen im Infoladen bereit zu halten.

Strafsystem Bildung – Disziplinierung zur Konformität oder Erziehung zur Mündigkeit?
24.01.2019 | 20 Uhr | KTS Freiburg [Baselerstr. 103]

Sorgt unser Bildungssystem dafür, dass soziale Ungleichheiten abgebaut werden und ermöglicht es Menschen, an der Gestaltung der Gesellschaft teilzunehmen? Oder sorgen die Institutionen dafür, dass Schüler*innen und Student*innen systematisch geformt und an eine vermeintliche Normalität angepasst werden?
Nicht erst nach den Reformen der letzten 20 Jahre stellt sich die Frage, ob Bildungsprozesse in all ihrer Vielfalt als an sich wertvoll, als Selbstzweck und autonomiefördernd begriffen werden oder ob sich ihr (finanzieller) Wert nur nach evaluierbarem Output bemisst und vorbereiten soll auf eine Praxis der Ein- und Unterordnung. Kevin Kunze spricht mit uns über gesellschaftliche Konformitäten, Disziplinaranstalten und die Hochschule als Gefängnis. Er studiert (Wirtschafts-)Psychologie, Kulturwissenschaften und Philosophie an der Universität Lüneburg, die sich seit längerem durch eine besonders  konsequente Umsetzung unternehmerischer Leitlinien auszeichnet. Seit September 2018 ist er im Vorstand der bundesweiten Studierendenvertretung fzs (freier zusammenschluss von student*innenschaften).

Gedenkkundgebung zur Befreiung von Auschwitz
24.01.2019 | 20 Uhr | KTS Freiburg [Baselerstr. 103]

Am 27. Januar befreite die Rote Armee vor 74 Jahren die Gefangenen des Konzentrationslagers Auschwitz. Auf dem Platz der alten Synagoge Gedenken wir deswegen der Millionen ermordeten des Nazionalsozialismus und sagen: Never Again!

Disclaimer:
Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von den Veranstaltungen ausgeschlossen.

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