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2. März 2021 @ 18:00 19:00

Seit ein paar Jahren erleben nationalistische und faschistische Kräfte in Europa und anderen Teilen der Welt einen rasanten Aufschwung. Auch in Deutschland hat sich das gesellschaftliche Koordinatensystem enorm nach rechts verschoben. Die AfD als größte Oppositionspartei probte 2018 in Chemnitz gemeinsam mit militanten Neonazis den völkischen Aufstand auf der Straße, während in der Politik die autoritäre Revolte die höchste Regierungsebene erreicht hat.
Die Rhetorik der extremen Rechten hat längst den Weg in die Mitte gefunden, und getragen von dieser gesellschaftlichen Stimmung schreiten Rassist:innen und Antisemit:innen wie in Halle und Hanau zur blutigen Tat. Die Polizei ist von Neonazis durchsetzt, und die deutsche Regierung beteiligt sich am offenen Krieg gegen geflüchtete Menschen an den europäischen Außengrenzen. Verzweifelt wird mit #wirsindmehr ein demokratischer oder gar antifaschistischer Konsens behauptet, der offenbar vielerorts nicht – mehr? – vorhanden ist. Ist das bloß das alte hässliche Gesicht Deutschlands, oder wohnen wir gerade einer Faschisierung der Gesellschaft bei, vielleicht gar, ohne es zu merken?

Thorsten Mense ist Soziologe, freier Autor und Journalist, tätig u. a. für die Wochenzeitung Jungle World sowie das Monatsmagazin Konkret. Er ist Mitglied des Forums für kritische Rechtsextremismusforschung (FKR) in Leipzig und Autor des Buches „Kritik des Nationalismus“ (Schmetterling Verlag 2016).

Hier der Zugangslink: https://studconf.uol.de/b/jul-pji-egj-ljf

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