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Einführung in die Theorie des Antiziganismus

21. Januar 2020 @ 21:15 22. Januar 2020 @ 0:15

Antiziganismus ist bis heute ein wissenschaftlich wie gesellschaftlich wenig bis unterbelichtetes Phänomen. Gleichzeitig muss er nach wie vor als wirkmächtiges Gewaltverhältnis verstanden werden, auch in Deutschland. Regelmäßig kommt es zu gewalttätigen Übergriffen auf Rom*nja, Sinti*zze oder Menschen, die dafür gehalten werden. Institutionelle Diskriminierung ist für Betroffene Alltag. In der Öffentlichkeit werden rassistische Diskurse zu ‚Armutszuwanderung‘ oder ‚Asyltourismus‘ ausgetragen – medial, im Parlament, so wie am Stammtisch in der Kneipe nebenan. Markus End wird in seinem Vortrag einen Ansatz zur Analyse des Antiziganismus vorstellen und im Anschluss einen Überblick über gegenwärtige Ausprägungen und Erscheinungsformen in Deutschland geben.Markus End ist Fellow und Lehrbeauftragter am Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin. Er promovierte an der Fakultät für Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld zum Sozialen Phänomen des Antiziganismus. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Theorien des Antiziganismus, antiziganismuskritische Bildungsarbeit, Antiziganismus in den Medien, in der Sozialen Arbeit und in polizeilichen Spannungsfeldern.

Raum Q110

Vechta, Deutschland + Google Karte